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Was ist Mentoring?

Mentoring ist eine erfolgreiche Methode der individuellen Personalentwicklung, eine persönlich gestaltete Beziehung zwischen einer (beruflich) erfahrenen, zumeist älteren Person (Mentor/in) und einer in der Regel jüngeren, weniger (berufs-) erfahrenen Person (Mentee).
Die Mentorin oder der Mentor unterstützt, gibt Ratschläge, führt in Netzwerke ein, hilft bei der Laufbahnplanung und informiert über Strukturen, Funktionen, Mechanismen und ungeschriebene Regeln einer Organisation oder Institution.

In der Mentoring-Beziehung bestehen keine Vorgesetzten-Untergebenen-Abhängigkeiten, sie beruht auf Gegenseitigkeit - auch die Mentor/innen sind Lernende. Entgegen allen Vorurteilen hat Mentoring damit nicht das Geringste mit Protektionismus oder "Vetternwirtschaft" zu tun. Es bedeutet vielmehr begleitende Unterstützung und notwendige Förderung von Personen, die diesen neuen Weg nutzen zur Stärkung der eigenen Kompetenzen und potentieller Fähigkeiten durch Vorbildlernen und Erfahrungsaustausch.

Als informelle Beziehung hat sich das Mentoring in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft als Methode, um gezielt Nachwuchskräfte - insbesondere Frauen - zu fördern, und als ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Karriere etabliert. Karriere wird dabei wertfrei bis positiv als berufliche Laufbahnplanung verstanden. Im anglo-amerikanischen Raum hat sich organisiertes Mentoring in- und ausserhalb der Universitäten als Grundpfeiler der Nachwuchsförderung durchgesetzt. Organisierte und formalisierte Mentoringprogramme fördern gleichzeitig mehrere Personen und vernetzen sie untereinander.

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Kernfunktionen des Mentoring:

Das Mentoring erfüllt grundsätzlich drei Kernfunktionen:

1. Es soll der/dem Mentee mittels Begleitung und Beratung das Lernen am Vorbild und den Erfahrungsaustausch ermöglichen.

2. Es soll die/den Mentee in neue Kontaktnetzwerke einführen.

3. Es soll der/dem Mentee Gelegenheit geben, erfolgreiche Strategien und Karrierepläne zu besprechen und zu entwickeln.

Formen des Mentoring:

Das Mentoring kann unterschiedlich gestaltet sein und verschiedene Formen annehmen:

1. Informelles Mentoring: Der Kontakt zwischen Mentor/in und Mentee entsteht zufällig. Der Verlauf der Mentorschaft ist stark abhängig von den herrschenden Rahmenbedingungen.

2. Formelle Mentoring Programme: Der Kontakt zwischen Mentor/in und Mentee entsteht durch institutionalisierte Vermittlung. Der Verlauf der Mentorschaft ist formalisiert und beinhaltet eine Begleitung, was zur Ernsthaftigkeit und offiziellen Anerkennung der Beziehung beiträgt. Formelle Mentoring-Programme sind durch ihre Struktur immer zeitlich limitiert, sie dauern meist zwischen 6 Monaten und 3 Jahren.

  • Organisations-interne Programme: Innerhalb eines Unternehmens organisiert, ohne direkte Arbeitsbeziehung.
  • Organisations-externe Möglichkeiten: MentorschaftspartnerInnen sind in unterschiedlichen Organisationen, Institutionen bzw. Branchen tätig.

 

 

 

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